Taschenrechner-Emulatoren

Im letzten Eintrag habe ich die GTR-Hersteller der Innovationsträgheit beschuldigt. In diesem Zusammenhang bin ich auf etwas gestoßen, was ich mir eigentlich hätte denken können: Taschenrechner-Emulatoren für eine Vielzahl von Modellen gibt es mittlerweile auch für Smartphones, für das Android-Betriebssystem etwa Andie Graph. (Für Apples iOS habe ich auf die Schnelle nichts entsprechendes gefunden.)

Natürlich „kommt“ der Emulator ohne das passende ROM, also die jeweilige Taschenrechnersoftware. Der legale Weg ist, das ROM des eigenen Taschenrechners auszulesen und dann dem Emulator zur Verfügung zu stellen. Schneller geht es halblegal durch Herunterladen von hier.

Einige meiner Schüler werden also künftig ihren GTR zu Hause lassen können; die Formelsammlung haben sie ja ohnehin schon auf dem Smartphone.

Übrigens: Natürlich kann ich nicht aus einigen Metern Entfernung überblicken, wer mit dem Taschenrechner-Emulator „arbeitet“ oder stattdessen SMS schreibt bzw. Jump-’n‘-Run-Spielchen à la Mario World spielt. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass diese Möglichkeit extrem missbraucht wird. Im Gegenteil: Bei der allfälligen Gruppen- und Projektarbeit bin ich sogar dankbar dafür, dass sich in jeder Gruppe jemand findet, der via Smartphone Google bzw. Wikipedia konsultieren kann, ohne dass ich jedesmal einen halben Klassensatz Laptops für die Internetrecherche herankarren (und vorher reservieren, nachher durchzählen, wieder zurückkarren etc.) muss. Als Lehrer hätte ich sowieso gerne WLAN in jedem Klassenzimmer. Da muss ich aber bei der Schulleitung noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten …

Und noch eine Sache. In der New York Times erschien vor drei Wochen ein Artikel, der sich mit dem Einsatz sozialer Medien im Klassenzimmer befasste. Ich lasse die Schüler zu jedem meiner Kurse eine Facebook-Gruppe anlegen, wo dann etwa die Hausaufgaben bekanntgegeben werden (machen die Schüler). Im NYT-Artikel geht es aber eher um die Interaktion im Klassenzimmer, wo man sonst eher schüchterne Schüler durch das Anbieten eines Backchannels ermutigen kann, Fragen zu stellen bzw. sich in die Diskussion einzubringen. Damit experimentiere ich seit kurzen eifrig, dilettiere aber sowohl konzeptionell als auch technisch noch vor mich hin. Vielleicht gibt das Stoff für einen eigenen Eintrag.

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